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MARIN, Lou Der 11. September und die neuen Kriege

Von der Bewegung gegen neoliberale Globalisierung zu einer weltweiten Antikriegsbewegung?

Montag 20. Oktober 2008, von ps

Verlag graswurzelrevolution (breul 43 · 48143 münster · Deutschland). 52 Seiten.
ISBN 3-9806353-4-1

fon: 0251 / 48290-57 · fax: -32 · Email

Vorstellung

"Nichts wird mehr so sein, wie es war." - wurde nach den Terroranschlägen vom 11. September immer wieder behauptet. Nach einem Jahr stellen wir fest: alles ist so geblieben wie es war. Die Antwort der herausgeforderten Staatsgewalt könnte nicht klassischer sein: Krieg!

Die Bomben, die im "Krieg gegen den Terror" abgeworfen wurden, trafen nicht zuletzt die afghanische Landbevölkerung. Opfer zählen aber offensichtlich nur in der kapitalistischen Gesellschaft.

Lou Marin macht in diesem Buch deutlich:

* Das Prinzip der Vergeltung, das die Herrschenden für sich in Anspruch nehmen ist barbarisch.

* Motiv für den "Krieg gegen den Terror" ist in erster Linie die US-Kontrolle über die innerasiatischen Ölreserven südlich von Rußland.

* Die neuen bundesrepublikanischen Sicherheitsgesetze sind notwendig für das neoliberale Krisenmanagement angesichts der deutschen Beteiligung an den Kriegen der Zukunft.

Lou Marin zeigt aber auch, daß die Opfer der kapitalistischen Globalisierung auf eine andere Weise widerstehen und den Terror nicht nötig haben. Die neue weltweite Widerstandsbewegung könnte in der Lage sein, eine Antikriegsbewegung zu werden und den Kriegs- und Herrschaftsbestrebungen der westlichen Staaten eine transnationale, gewaltfreie und libertäre Alternative entgegen zu setzen.

Aus dem Inhalt

I. Wird nichts mehr so sein, wie es war?

II. Die Verwundbarkeit westlich-kapitalistischer Industriegesellschaften

III. Über Zivilisation und Barbarei. Kritik der Vergeltung

IV. Opfer sind nicht gleich Opfer

V. Was ist Terror?

VI. Triebkräfte des US-Krieges gegen Afghanistan

VII. Die neuen Sicherheitsgesetze und wofür sie geschaffen sind

VIII. Von der Aufwertung der Bundeswehr zur nationalen Interessenpolitik

IX. Gegentendenzen: Von der Bewegung gegen neoliberale Globalisierung zur transnationalen Antikriegsbewegung!